Bayerns viel zu kleine Trinkwasserschutzgebiete entsprechen nicht den Wassereinzugsgebieten
In Bayern sind lediglich rund 5 Prozent der Landesfläche als Wasserschutzgebiete ausgewiesen. Zum Vergleich: In Bundesländern wie Baden Württemberg sind es über 25 Prozent, in Hessen über 50 Prozent. Bayern setzt auf sehr eng umrissene Schutzgebiete, die sich oft nur auf das unmittelbare Einzugsgebiet einer Trinkwasserfassung beschränken, um private Eigentümer und die Landwirtschaft nicht übermäßig einzuschränken.Da der Freistaat sein Trinkwasser zu 92 Prozent aus Grundwasser bezieht, warnen Experten vor massiven Engpässen. Die Grundwasserneubildung ist seit 2010 bereits um ein Fünftel zurückgegangen. Zudem stauen sich laut Berichten aus dem Umweltausschuss hunderte offene Verfahren zur Ausweisung neuer Schutzgebiete.
Kommunen und Wasserversorger kritisieren das Gesetz zum Wassercent
Warum dürfen Konzerne kostenlos Grundwasser entnehmen?
Müssen in Zukunft immer öfter Kommunen per LKW mit Trinkwasser versorgt werden?
Zahlreiche Gemeinden in Franken, aber auch im eigentlich wasserreichen Oberbayern mussten in 2026 durch Lastwägen mit Trinkwasser versorgt werden. Wird dies in Zukunft immer öfter nötig sein: Das fürchten Experten, wenn Bayern weiter nur “Sympotomkurierei” betreibt, statt an die Ursachen des Wassermangels heranzugehen:
Hochwasser- und Starkregenvorsorge im Landtag
Am 6.Februar 2025 fand im Landtag eine Anhörung vor dem Umweltausschuss zum Hochwasserschutz und zur Sturzflutvorsorge statt
Bericht der Expertenkommission
Am 21. Oktober 2021 wurde im Umweltministerium der Bericht der Expertenkommission vorgestellt: Expertenkommission, Wasserversorgung in Bayern, LAND:schaf(f)t: Wasser
Der Bericht befasst sich mit den Auswirkungen des Klimawandels und mit Forderungen an die Landwirtschaft, um das Wasser in der Landschaft zurückzuhalten. Es geht um einen klimaresilienten Landschaftswasserhaushalt